McKinsey: Europa wird zum „Hotspot“ der E-Mobility

Die Analysten von McKinsey & Company haben ihren aktuellen Electric Vehicle Index (EVI) veröffentlicht. In der 2020er-Ausgabe attestieren die Analysten dem europäischen Markt das stärkste Wachstum. Im Vorjahr seien die Verkäufe von E-Fahrzeugen in der Europäischen Union um satte 44 Prozent gestiegen. Rund 600.000 Fahrzeuge – entweder Vollelektrisch oder mit Hybrid-Antrieb ausgestattet – wurden in der EU verkauft. Das sind rund 2,8 Prozent aller Neuzulassungen.

Chinesischer Markt schwächelt, USA verzeichnen Rückgang

Im internationalen Vergleich stieg die Nachfrage in China nur um drei Prozent. Dennoch bleibt der chinesische Markt der größte der Welt: Rund 1,2 Mio. neue Stromer wurden im bevölkerungsreichsten Land der Erde in 2019 zugelassen – weltweit waren es 2,3 Mio. Fahrzeuge. Der US-amerikanische Markt schrumpfte im selben Zeitraum um zwölf Prozent und verzeichnete 300.000 Neuzulassungen.

Deutschland größter Markt in der EU

Im europäischen Staatenverbund hat Deutschland die Nase vorn. Laut McKinsey & Company wurden in 2019 in Deutschland Kaufverträge für rund 110.000 E-Fahrzeuge geschlossen. Spitzenwert in der EU und Platz drei weltweit. Aber: Mit einem Marktanteil von 2,8 Prozent für E-Autos liegt Deutschland im europäischen Durchschnitt – hier sind Norwegen mit fast 45 Prozent Marktanteil, Island (22%) und die Niederlande (13%) weltweit vorne.

Deutschland könnte Weltmarktführer werden

Der Anfang März veröffentlichte Electric Vehicle Index 2020 wagt neben der Analyse des Ist-Zustands auch einen Blick in die Zukunft: Hier könnten deutsche Autobauer die großen Gewinner sein. Laut den Analysten wird im Jahr 2024 der Anteil deutscher Hersteller an der weltweiten E-Auto-Produktion von aktuell noch 18 auf 29 Prozent steigen. Deutschland könnte bereits im nächsten Jahr mit 1,7 Millionen gebauten Stromern Weltmarktführer werden, erklären die Autoren des EVI.

Bildquelle: Volkswagen AG

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