Bund: 500 Millionen Euro für private Ladesäulen

Am 29. Juni wurde in den Gremien der zweite Nachtragshaushalt beschlossen. Der Trend zur weiteren Förderung der Elektromobilität in Deutschland zeichnet sich auch darin deutlich ab. Denn die Elektroauto-Kaufprämie für E-Autos und Plug-In-Hybride steigt auf 9.000 Euro. Doch auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird weiter angekurbelt. Zur Freude von Privatpersonen.

Gelder aus dem „Zukunftspaket“

Anfang Juni beschloss die Bundesregierung zusätzliche 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau moderner und sicherer Ladesäulen-Infrastruktur, die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität und die Batteriezellfertigung, unter anderem in weitere mögliche Standorte zu investieren. Von diesem Förderposten im „Zukunftspaket“ sind 500 Millionen Euro für den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur vorgesehen. Die erhöhte Subvention von Ladepunkten folgt einem bereits im Frühjahr beschlossenen Gesetzentwurfs.

„GEIG“ bereits im März beschlossen

Denn den ersten Schritt machten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesinnenministerium (BMI) bereits im März und legten den Gesetzentwurf des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastrukturgesetzes (GEIG) vor. Demnach sollen beim Neubau oder größeren Renovierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden Park- und Stellplätze mit Schutzrohren für Elektro- und Datenleitungen ausgestattet werden. Bald soll für Mieter ein Rechtsanspruch auf einen Ladepunkt bestehen. Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) gab Mitte Juni 2020 bekannt, genau dies zu fördern.

Ausbau bislang langsamer als geplant

“Das Verkehrsministerium will die privaten Ladesäulen mit einer halben Milliarden Euro fördern”, bestätigte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Dafür können die 500 Millionen das richtige Signal sein. Denn Deutschland läuft seinen Zielen bisweilen hinterher. Von den Ladepunkten, die bis 2030 eine Million zählen sollen, sind bislang nur 25.000 realisiert. Bislang waren für den Ausbau der privaten Ladesäulen-Infrastruktur 50 Millionen Euro vorgesehen. Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur wird in dem Konjunkturpaket ebenfalls bedacht: Durch eine Versorgungsauflage soll geregelt werden, dass an allen Tankstellen in Deutschland zukünftig auch Ladepunkte angeboten werden.

Bildquelle: Orths Medien

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